Alpenüberquerung
Wien - Nizza

18. Etappe: Rudolf-Schober-Hütte – Tamsweg

Wie im vorherigen Post schon angedeutet, war diese Nacht leider nicht so gut und am Ende habe ich nur ca. 6 Stunden geschlafen. Nach der gestrigen Etappe hatte ich auf mehr gehofft. Aber so ist das nun einmal. Als ich gegen 6.30 Uhr von meinem Zimmer (1. OG) Richtung Bad (im Erdgeschoss) an der Küche vorbei kam, begrüßte mich bereits Toni, der Hüttenwirt, mit einem freundlichen „Guten Morgen. Dein Frühstück ist auch schon fertig.“ Dennoch bin/musste ich zu allererst ins Bad. 😀 Danach habe ich mich an den Tisch gesetzt und mit essen begonnen. Wenig später setzte sich Toni noch dazu und wir haben bissl gequasselt nebenher. Ein schöner Start in den Tag jedenfalls. Auch der Blick aus dem Fenster bestätigte dies, aber da wusste ich noch nichts von meinem „Glück“ was mich heute erwartete. Heute sollte es sehr warm 28 bis 33°C laut Radiobericht.

Später kam auch der Gehilfe von Toni noch mit an den Tisch und wir haben noch über dies und das gequatscht, nachdem wir ja gestern schon so viel geredet hatten und immer von einem ins nächste gekommen sind. (Zu meiner allergrößten Schande. Ich habe deinen Namen vergessen oder irgendwie nicht richtig mitbekommen. Schreib mir bitte den per Email oder WhatsApp. Den würde ich noch sehr gern einfügen. Sorry, ist mir echt peinlich! 😀 )

Nach dem Frühstück haben uns verabschiedet und ich habe mich sehr bedankt für diese tolle individuelle Betreuung als Gast. Auch wenn ich nicht lange dort war, hat mir der Aufenthalt und die urige kleine Hütte total gefallen. Bevor ich los bin, habe ich noch eine kleine Internetstarthilfe für meine Uhr bekommen und dann ging es los gen Tamsweg. Der Weg heute war relativ anspruchslos und reiner Streckenmacher. Die ersten 10 km von den 27,5 km war der Abstieg von der Hütte über Wanderwege und hauptsächlich Forststraßen.

Und am letzten schei… Gatter ist es passiert! Ich bleibe mit DER Hose irgendwie am Stacheldraht hängen und reißen mir 2 große Löcher. Das Thema lässt mich einfach nicht los, als wöllte das Schicksal mir lautstark ins Gesicht brüllen: „JETZT HOLE DIR WAS ORDENTLICH, SONST LÄUFST DU BALD IM SCHLÜPPER!“ Mal von den „gelegten Nähten“ zu schweigen. 😀

Als ich dann final auf der Straße ankam, ging es von dort tatsächlich nur auf der Straße bis Tamsweg. Daher war es heute tatsächlich sehr unspektakulär und ich bin ohne Pause in knapp 5 Stunden einfach durchgelaufen, da ich zeitig ankommen wollte, für Einkauf und Klamotten waschen. Nach gestern war echt schlimm, alles voller Salzränder. Selbst am Rucksack. Hier und da eröffneten sich ein paar Fernblicke, aber schön ist definitiv was anderes. Immerhin war ich schnell genug, um nicht den ganzen Tag in der Gluthitze zulaufen, da mit dem Abstieg auch hier recht warm und schwül war.

Lange Rede, kurzer Sinn. Gegen 13.15 Uhr war ich an der Unterkunft und habe mein Zimmer bezogen. Vor dem Duschen habe ich meine Ausrüstung noch sauber gemacht und entsalzt. Das war bitter nötig. Nachdem ich dann geduscht hatte, war dann der Blogbeitrag von gestern dran und den heutigen vorbereitet. So konnte ich auch etwas ausruhen. Aber Proviant und Abendbrot musste ich auch noch organisieren. Also gehe ich aus dem Haus und 2 Häuser weiter. Ein INTERSPORT Laden. Mein Gedanke: „Ach scheiss drauf. Ich gucke mal, was es so gibt.“ Typisch Mann, wie im Baumarkt.

Natürlich habe ich mal wegen einer anderen Hose geschaut. Aber die hatten da nur einen kleinen Kleiderständer mit SALE Produkten. Zwar günstig, aber nicht wirklich was passendes. Ich an die Kasse gegangen und um Beratung gebeten. „Gehen Sie mal hoch ins 1. OG, da helfen Ihnen meine Kollegen weiter.“ Ok, ich war einfach blind und habe nicht gerafft, dass der Laden 2 Etagen hat. (Der ein oder andere schöpft bereits sein volles Potenzial an einem Lichtschalter aus!) Also eine Etage rauf und eine riesige Verkaufsfläche dort. Naja, keine Lust ewig etwas zu suchen. Also habe ich Offline-Google (eine Mitarbeiterin) gefragt und um Beratung gebeten. 😀 Ich nannte ihr meine Wunschparameter, wie mehr Luftigkeit, Stretch und Zipper an den Beinen, dass man kurze und lange Beine hat.

Im nu waren 3 Modelle gefunden und ab ging es zur Anprobe. In der einen habe ich mich sofort total wohl gefühlt und diese war auch deutlich bequemer als meine jetzige. Damit war die Entscheidung gefallen und die Hose wurde gekauft: REGATTA Xert Z/O Hr. Wanderhose Quickdry in Größe 52 inkl. Gürtel. Damit konnte ich die Schnurr von der alten Hose nun auch wegpacken. 😀 Die Entscheidung fühlte sich gut und richtig an. Und dann kamen die roten Aufkleber. Reduziert!! Von 139,99 € auf 79,95 €. Das nehmen wir gern mit. Mal sehen, was der Belastungstest auf den nächsten Etappen bringt.

Danach ging es noch zum Billa Essen organisieren. Ich musste mich nun etwas beeilen, da bereits über den Bergen die Starkregenstrippen aus den Wolken hingen und es verdächtig donnerte. Also schnell geshoppt, noch ein Eis auf die Faust und ab zur Unterkunft. Ich blieb noch einen Moment vor der Unterkunft stehen, um das Wetter zu beobachten. Als es dann ran war, bin ich rein und habe dem Regen aus dem Fenster zugeschaut. Bevor es dann Abendbrot gibt, wird noch der Beitrag veröffentlicht, damit ihr euch zum Abend noch herrlich amüsieren könnt. 😀 Hoffentlich ist das Wetter morgen gut, da es bereits weitergeht zur Dr.-Josef-Mehrl-Hütte.

Ob es dort Internet gibt, weiß ich noch nicht. Also schauen wir morgen dann, ob es mit einem Beitrag etwas wird. 😀