
Diese Nacht habe ich herrlich geschlafen, nur die Träume sind etwas skurril im Moment. Geht doch nichts über einen soliden Weltuntergang durch einen Meteoriteneinschlag. 😀 Verrücktes Zeug. Pünktlich wie immer gegen 6 Uhr wach und Frühstück erst gegen 8 Uhr. Nach dem gestrigen Tag war heute das Programm etwas entspannter und bedeutend kürzer, wie man oben in der Zusammenfassung sehen kann. Das passt sehr gut, da die nächsten 2 Etappen dafür anspruchsvoller sind. Da war es sehr praktisch, dass heute nur „Anschwitzen“ angesagt ist. Es wehr ein Hauch von Saisonvorbereitung durch meinen Kopf. Von daher kostete ich den Morgen voll aus und lies mir dann auch Zeit beim Frühstück usw. So kam ich heute erst 9.45 Uhr in Gang.
Es war doch recht kühl, windig und bewölkt zu Beginn, sodass man eigentlich nur noch darauf gewartet hat, dass es mit Regnen anfängt. Es ging gleich steil bergauf Richtung Karlspitze (2097m). Sicherheitshalber hatte ich dann doch das Cover drüber gemacht und den Schirm griffbereit gelegt. Das erste Stück war eine tüchtig Sauerei. Der Weg war komplett aufgeweicht, wässrig und modrig. Man ist dann von Insel zu Insel bzw. Stein zu Stein gehüpft, um die Schuhe nicht schon nach 10 Minuten zu fluten. 😀
Dann kam der App-Absturz auf der Uhr auch mal wieder. Aber Uhr und App Reset haben das Problem gelöst. Daher wieder 2 Teile in der Übersicht. Dann kam der steile Anstieg zum Gipfel. Durch Stretching und Massage am gestrigen Abend, waren die Beine wieder sehr fit heute morgen. Die paar 560 Höhenmeter waren kaum erwähnenswert. Brutal wird es morgen mit knapp 2200 Höhenmeter im steilen Aufstieg. Auf der Karlspitze (2097m) angekommen, durfte das Gipfelvideo und der Eintrag in das Gipfelbuch nicht fehlen. Ich musste dann fix die Jacke anziehen, weil der starke Wind da oben echt kalt war. Und was das Video betrifft.. naja.. möge sich jeder selbst ein Bild davon machen. Eins weiß ich: Content-Youtuber werde ich mit Sicherheit nicht (mehr). 😀
Anmerkung: Der unbekannte 2. Gipfel war der Hochrettelstein, wo ich gestern gestanden habe. Alle anderen Berge könnt ihr ja bei Googlemaps oder Komoot nachsehen. Der Blog soll keinen Bildungsauftrag erfüllen, sondern nur unterhalten, mit reichhaltiger Ernte. 😀 Danach ging es relativ entspannt einen schmalen Alpenpfad bis zur Michelirlingalm. Da begrüßten mich nur zweu Pferde und ich wechselte immer wieder den Weg zwischen Forststraße und Bergweg. Beim absteigen hat man dann auch gemerkt, dass es immer wärmer wurde. Die Jacke war dann auch schnell weggepackt und weiter gings durch den Wald bergab. Zum Glück ohne Blasenbildung. Es war sehr schön den Klängen der Natur zu lauschen, während man so vor sich hin tippelte.
Wenig später kam dann eine Weide mit Kühen. Unangenehmerweise standen die Kühe direkt am Gatter bzw. am Zaun dran. Ich bin erstmal ganz vorsichtig rangelaufen, um zu schauen, ob sie vielleicht weggehen. Aber wie Kühe halt so sind, waren sie natürlich neugierig, kamen an und schnupperten an mir. Naja, selber schuld die Kühe. Ich hatte das Gefühl,die eine Kuh wollte direkt wiederkäuen. 😀
Jedenfalls war mir das zu heikel, da jetzt durch die Herde zu gehen. Ich ging paar Meter wieder zurück auf dem Weg und bemerkte eine große Lücke unter dem Zaun. Also Rucksack ab und unten durch geschlüpft. Die Kühe beobachteten das Treiben aus sicherer Entfernung und blieben glücklicherweise da, wo sie waren. So konnte ich die Herde problemlos umgehen, ohne das die Kühe oder ich gestresst wurden.
Danach war ich dann auch schon fast im Tal und bewunderte das Tal von unten und die schönen Häuser, die dort überall standen. Da kommt schon Neid und etwas Sehnsucht nach so einem tollen Haus durch. Da kam dann auch ein Holzverarbeitungsbetrieb, der so diese Tränken, Bänke, Tische usw. baut, die man immer am Rand der Wege oder auf Almen so sieht. (Hab leider kein Foto davon). Noch 2 km die Straße entlang zur Unterkunft – JUFA Hotel.
Im Ort habe ich sogar Sebastian gesehen, wie er mit seinem Fahrrad, wie üblich, und in seiner Art gefahren ist (das Foto ist nicht zu übersehen in der Galerie). Das Hotel ist so etwas ähnliches wie eine Jugendherberge. Man sah und hörte schon die Meute, aber das störte mich nicht. Das „Trainingslager“ über Weihnachten war ein voller Erfolg. 😀 Ich war genau 4 Stunden unterwegs, ohne groß Pause zu machen, außer am Gipfel. Mein Zimmer konnte ich schon beziehen und habe noch paar organisatorische Sachen erledigt und den Blogbeitrag bereits begonnen. Dann ist nach dem Abendbrot etwas entspannter und ihr könnt zeitiger lesen.
Das lässt heute ein kleines Resüme der bisherigen Tour zu:
Knapp über 2 Wochen „on the road“. Es ist cool zu sehen, wie die Berge höher und steiler werden und die Fernblicke soweit, dass man befreundete Urlauber aus der Heimat, meinte auf einem anderen Gipfel sehen zu können. Der Regen ist und bleibt wohl ein längerer Begleiter auf dem Trail. Solange es keine Gewitter sind, ist es noch akzeptabel und man läuft halt trotzdem. Aber der Hochsommer naht und damit auch die Gewitterneigung. Aktuell habe ich knapp 330 km zurück gelegt. Auf dem Traumwanderpfad zwischen München und Venedig würden wir und irgendwo zwischen Alleghe und dem Rifugio Tissi befinden. Mit meinem Material bin ich bisher sehr zufrieden und ich habe schon fast alles benutzt, was ich bisher so mit habe, den Insektenhut mit Moskitonetz, meiner Katzenkloschippe und meine dicke Daunenjacke. Der Midlayer Hoody von Patagonia ist echt super und hält auch super warm.
Zum Abendbrot gab es ein tolles Buffet und ich konnte die Akkus für morgen gut (über-)füllen. Die 20 Euro müssen schließlich gut abgegessen werden. Es grenzte bereits an Völlerei und an der ORS. Damit sollte das morgen gut funktionieren. An dem Jugendhotel hier ist auf jeden Fall gut Betrieb und viele Kinder- und Jugendgruppen sind hier unterwegs. Hoffentlich ist es nicht lange laut oder so. Die alten Herrschaften wollen schließlich schlafen 😀




































