
Als ich heute morgen aufgewacht bin, habe ich schon wieder diese innere Unruhe gehabt, dass es hieß gegen Mittag, könnte es wieder ungemütlich werden in Sachen Wetter. Aber meiner normalen Morgenroutine stand nix im Wege ab 6 Uhr. Bad und fertig machen und 7 Uhr zum Frühstück. Als der Bauch wieder dick und rund war, holte ich meine restlichen Sachen, bezahlte das Zimmer und kurz vor 8 Uhr ging es los bei herrlichstem Wetter und angenehmen Temperaturen. 😀
Die Etappe war heute glücklicherweise nicht ganz so lange und weit zum Erlacherhaus. Quasi nur 2 Hügelchen überqueren, die dennoch tolle Ausblicke boten. Zu Beginn folgte ich der Krems bis nahezu Talschluss, bis der Weg dann steiler Richtung Kärntner Grenzweg nach oben abzweigte. Bei dem Anstieg habe ich den gestrigen Tag vollends gespürt im Körper. An sich kein krasser Bergweg oder so, aber der Körper war einfach noch müde und hatte zu tun in die Gänge zu kommen. Als ich oben war, war ich echt froh und genoss beherzt den Abstieg auf der anderen Seite bis zum Gasthof Karlbad.
Danach folgte leider wieder ein längerer Abschnitt an der Straße und zum Sonntag waren viele Motoräder unterwegs, die sich die kurvigen Berge hoch und runter schlängelten. Die hatten natürlich ihren Spaß. Ein Vorteil an der Straße. Dort bin ich meistens sehr zügig unterwegs. Welch brotlose Kunst natürlich! 😀
An der Grundalm konnte ich endlich wieder auf einen soliden Wanderweg wechseln. Das war gleich ganz anderes. Viel schöner. Zwischenzeitlich hatte ich immer mal das Wetterradar angeschaut, in der Hoffnung, dass nix kommt. Erste größere Quellungen waren bereits schon zu sehen, aber das Radar sah in den nächsten 90 Minuten kein Regen. Das entspannte die Situation etwas und ich ließ mich zu einer Pause an einer Bank hinreißen. Lecker Wässerchen und ein Riegel und dann kamen andere bereits den Berg hoch. Also Rucksack auf und ganz gemütlich die letzten Kilometer zum Ziel absolviert und ich kam so gegen 12.30 Uhr an. Ich konnte schon in mein gemütliches Zimmerchen, mit fanatischen Ausblick talwärts. Die Hütte sieht von außen sehr urig aus, aber im inneren sehr modern, ordentlich und sauber. Hotelcharakter möchte man fast sagen.
Genug Zeit, um für die morgige, lange Etappe nach Spittal, zu regenerieren, da diese knapp 35 km ist. Dann erwartet mich ein Pausentag dort. Diesen nutze ich, um nach Villach zu fahren, um einen Kumpel vom Floorball zu treffen, mit dem ich vorletzte Saison gespielt habe. Ich bin bereits voller Vorfreude auf das Treffen. 😀
Das Wetter hatte gut gehalten und ich kam trocken an. Es zog sich dann wenig später auch zu und regnete für in paar Minuten ganz leicht. Heute wurde sich ein Kaiserschmarrn gegönnt. Der war echt lecker und ich satt. 😀 Es gab am heutigen Tage nicht viel spektakuläres für euch zu berichten.
Wer sich fragt, was mit der neuen Hose so ist. Wie 3 Wetter Taft. Hält bei jedem Wetter. 😀 Bin sehr zufrieden mit der neuen Hose und sie sitzt einwandfrei. Auch dank gescheitem Gürtel, statt einer Schnurr.
Pünktlich 16.43 Uhr als ich gerade schrieb, donnerte es das erste Mal für den heutigen Tag und einige paar Mal recht heftig, was sehr auf Erdblitze hindeutete, da man wieder die Druckwelle spürte. Aber die Zelle war etwas weiter weg von hier. Als heute morgen das Radio beim Frühstück nebenbei lief, wurde auch über das ganze Unwetter vom gestrigen Abend berichtet, welches in Spittal und Villach wütete. Krasser Hagel, Baumstütze, vollgelaufene Keller, Hangabgänge und Stromausfall für 2000 Haushalte für einige Stunden. Wenn ich mir überlege, dass das nur ca. 30-40 km südlicher von der Hütte war und dabei war es gestern Abend während des Abendessens gegen 18 Uhr bei uns schon sehr knackig, wie berichtet.
Nun hat es hier doch ausgelöst und es regnet richtig, begleitet von den Wolkenposaunen hin und wieder. Zum Glück ist hier nix dramatisches. Ein kleines Berggewitterchen eben (wo man trotzdem nicht unterwegs sein möchte). Es ist herrlich vom Bett aus zuschauen zu können, wie die tief hängenden Wolken sich talwärts durch die Bäume schieben.
18 Uhr gab es dann lecker Abendbrot mit einem Schnitzel, Pommes und Salat. Quasi wie gestern, aber genauso lecker. Glücklich und satt verzog ich mich in meine Koje und habe noch die künftigen Etappen angeschaut. Danach noch ein kurzes Stretching und Massage und ab in die Falle.


































