
Diese Nacht war echt super, schön leise, angenehme Temperaturen, ein Zimmer nur für mich und ein bequemes Bett. Ich habe sehr gut geschlafen und bin dann so kurz nach 6 Uhr wach gewesen und habe mich in Ruhe fertig gemacht. Ich hörte dann später auch, dass Nina und Julian bereits wach waren und das Frühstück vorbereiten. Nina hatte für mich auf der Terasse eingedeckt. Es war herrlich draußen, wie man auch an dem Bild sah. Gegen 7 Uhr wurde dann serviert und ich genoss mein Mahl. Teilweise im Gedanken versunken, starrte ich mit meinem leckeren Käffchen in die Ferne und ließ es mir gut gehen. Als ich fertig und gutn gesättigt, war quatschten wir noch ein wenig über Wanderschuhe, bis ich dann mein Zimmerchen bezahlt habe und wir uns herzlichst verabschiedet haben.
„Danke ihr beiden für diesen ganz tollen Aufenthalt bei euch auf der Alp und alles Gute für die Zukunft.“
Ich musste 10 Minuten aufsteigen zu meinem ursprünglichen Weg, was aber kein Problem war. Der große Unterschied zwischen der Alp unten und dem Sattel oben.. die Fliegenschwärme. Boar war das lästig, da die gefühlt zu hunderten um und an einen heran flogen. Die armen Weidetiere da oben, die das den ganzen Tag haben. Ich lief eine Weile an Weiden entlang und auf mir bildeten sich ganze Fliegengruppen. Aber zugegeben, lieber Fliegen statt Bremsen oder Mücken. Dann ging es sehr steil bergauf zum Cima di Fiorina, wo man am Gipfelkreuz einen tollen Rundumblick an, was das nachfolgende Videl eindrucksvoll festhält.
Der Weg folgte dann etwas neben dem Grat und man konnte bei gutem Wege auch etwas die Landschaft anschauen. Dann ging es etwas bergab und ich verschwand für einige Stunden leider im Wald. Der gut markierte Weg machte es einfach sich gut zu orientierten, da durch das viele Laub manchmal schwer zu sehen war, wo genau der Weg entlang ging. Aber so sah man am Baum die Rot-Weiß-Markierungen und wusste, dass man auf dem richtigen Pfad sich befindet. Der Trail ging jetzt etwas leicht hoch und runter, mit kaum Ausblicken in die Ferne. Da es bewölkt war, war es teilweise schon fast etwas dunkel im Wald. Und man war nicht alleine. Gelegentlich huschten Rehe und Gämse über den Weg. Die waren mindestens genauso erschrocken wie ich.
Dann wurde es wieder etwas leichter, als ich ein paar Wiesen kreuzen musste und man konnte bereits den Luganer See unten sehen. Später ließ die Bewölkung etwas nach und die Sonne kam durch, wodurch es natürlich auch wärmer wurde, nebst den Abstieg nach Lugano wo knapp über 30°C warteten. Der Abstieg sich etwas und ich machte dann noch eine kleine Trink- und Snackpause bzw. Schuhleerung vom halben Weg. Dann ging es recht steil einen Wanderweg bergab zum See und die Temperaturen zogen an. Als ich dann in de Stadt an kam, war es schon knackig. Ich musste noch ca. 3 km durch die Stadt. Kurz vor dem Hotel erwartete mich noch eine ewiglange Treppe, sodass ich wieder komplett nass war, als ich oben ankam. Von dort waren es nur noch wenige Meter bis zu Unterkunft im Hotel Colorado. Der Checkin gegen 14.45 Uhr ging schnell und unkompliziert und ich konnte in mein klimatisiertes Zimmer.
Es folgte natürlich erst einmal die übliche Ankommroutine nebst Duschen, Klamotten waschen und Materialpflege. Da das Zimmer nicht sonderlich groß war, wurde es fast schon etwas schwieriger mit Sachen aufhängen. Aber es fand sich eine Lösung glücklicherweise, sodass die Klamotten morgen wieder frisch sind. Als alles erledigt war, begann ich noch mit der Nacharbeit des gestrigen Beitrags, da auch der Alp Cottino kein WLAN vorhanden ist und ich meinen Schweizer Trafficpaket etwas schonen musste. Ihr könnt nun Bild- und Videomaterial der 52. Etappe anschauen.
Da mein Zimmerchen über einen Wasserkocher verfügt, sparte ich mir das Geld für ein teures Abendessen und ew gab etwas Hiking Food zum Abendbrot, was mir völlig genügte. Da ich auch keine Schweizer Franken jetzt noch holen wollte, belies ich es heute dabei und chillte den restlichen Abend. Schon einmal eine kleine Ankündigung für den morgigen Beitrag, der etwas spezieller sein wird, als die bisherigen Beiträge.





























