
Gestern war ich der erste im Bett im Bettenlager. Nach dem Essen bin ich rauf und die Bedienung meinte nur. „Gute Nacht“ so gegen 20.15 Uhr. Ich entgegnete nur: „Nene, jetzt noch nicht.“ Naja, am Ende stimmte es doch. 😀 ich hatte mich ins Bett gelegt und noch ein Sudoku begonnen, merkte aber beizeiten, dass ich jeden Moment einschlafe. Also Handy weggepackt und gepennt. Entsprechend war ich dann gegen 5 Uhr bereits wach und hatte die Morgenroutine bereits erledigt und lag dann noch im Bett und schaute aus dem Fenster, wo man ein wenig den Sonnenaufgang bewundern konnte. Gegen 6.30 Uhr bin ich dann aufgestanden, habe meine Sachen genommen und draußen meinen Rucksack gepackt, um die anderen nicht zu stören.
6.45 Uhr bin ich dann runter und ich hatte Glück, dass das Frühstück schon vorbereitet war. So habe ich noch 15 Minuten Zeit gewonnen. Nach dem reichhaltigen Frühstück bin ich dann pünktlich 7.30 Uhr los und auf den 28 km heute, fielen zu Beginn 14 km in Abstieg. So wie der Tag gestern geendet hatte, ging es weiter bis Völz. Der Weg war zwar steil, aber gut zu gehen, ohne zu gleiten, nach allen Seiten. Dann erreichten mich immer mehr Geburtstagsgrüße, die ich auf einfachen Wegstücken beantworten konnte. Das lustige ist, wenn ich WhatsApp Nachrichten erhalten, steht das eine Weile auf meiner Uhr und ich kann die Navigation nicht sehen. Analog wie wenn man telefoniert. Da steht man an der Weggabelung und muss kurz warten, bis der Hinweis verschwindet. 😀
Der Abstieg verlief relativ viel im Wald, der nur gelegentlich einen Fernblick zuließ. Daher sind die Fotos heute nicht so viel und auch nicht so spektakulär. Als ich in Völz nach gut 9 km ankam, konnte man endlich ein wenig weiterblicken, bis ich dann wieder im Wald verschwunden bin. Der Steig ging dann bis runter ins Tal, wo eine Autobahn, Bundesstraße, Zugstrecke und ein Radweg auf mich wartete für knapp 14 km bis Bozen. Der Abschnitt war leider nicht so schön und war reiner Kilometerspeck, den es galt, abzureißen. Erst als sich das Tal dann vor Bozen öffnete, konnte man einige schöne Blicke nach vorn und in die Dolomiten zurückwerfen.
Sehr schweren Herzens verlasse ich nun die Dolomiten und sage Danke schön, für 6 Tage tolles Wetter und absoluten Berggenuss. Zugegeben, die Menschenmassen hätte ich nicht gebraucht und ich kann verstehen, dass die Region auch irgendwann die Reißleine ziehen muss, da die Region den Ansturm aus aller Welt nicht mehr bewältigen kann. Man sieht das auch sehr deutlich an den Weg, wie ausgetreten diese sind oder einfach immer breiter werden, weil die Leute abseits der Wege gehen oder meinen 5 Meter abkürzen zu müssen. Das Resüme ist meine ganz persönliche Meinung dazu.
Gegen 13.35 Uhr kam ich am Hotel heute an und mein Plan ging relativ gut auf. Zeitig starten und zügig durchgehen, bevor die Mittagsglut einen alle macht. Zwischen drin hatte ich immer nur ganz kleine, quotenschlechte Austritte gehabt und eine größere Pause, an einer Quelle vor dem 14 km Asphaltstück. Die Temperaturen waren noch erträglich und ich habe gar nicht so doll geschwitzt, wie erwartet. Ich kam relativ frisch am Hotel an und bin zügig ins kühlere Zimmer. Erstmal die Klamotten der Marke PO gewaschen, damit alles morgen wieder frisch ist, um diese nach 5 Minuten direkt wieder vollzuschweißen, da es morgen direkt knackig und steil wieder aus dem Bozental hochgeht Richtung Meranerhütte.
Nach einer kurzen Pause bin ich dann einkaufen gegangen und es war jetzt es brütend heiß in der Stadt. Ok, ich komme aus einem 20 grad klimatisiertem Zimmer, aber es war schon echt warm. Zum Glück war der Supermarkt nur 200m entfernt. Also fix rüber Avendbrot und etwas Proviant und zurück. Das Hotel ist tatsächlich ein paar Meter entfernt von einem Airbnb, wo ich 2015 mal war. Kam mir alles so bekannt vor. 😀 Auch eine Parkbank, an der ich so vorbei kam, wo man nachts mal so lag.
Wieder im kühlen Zimmer angekommen, überraschte ein Geburtstagsanruf von einem Kumpel, mit dem ich schon länger nicht gesprochen habe (Bloky). Fast 1,5h quasselten wir über die letzten Jahren. Echt toll, worüber ich mich nebst den anderen Gratulanten heute wirklich sehr gefreut habe. Habt alle vielen liebenden Dank, dass ihr heute an mich gedacht habt. 😀 Das war ein tolles Gefühl „Heimat“, halt nur unter fremden Fahnen.
Nun gab es doch recht spät Abendbrot und ich musste dann langsam mein Zeug schon packen, dass morgen früh nicht das große Roimen beginnt. Nun geht wieder ein toller Tag zu Ende und nochmals vielen Dank, dass ihr den Tag auch dazu so gemacht habt. 😀
































