
Nach einer guten und erholsamen Nacht, war gegen 6 Uhr wach und machte mich soweit fertig bis es 7 Uhr Frühstück gab. Früh war es dann relativ warm im Zimmer, da ich die Klimaanlage über Nacht nicht laufen lassen wollte. Das war so noch ganz erträglich. Pünktlich 7 Uhr ging es hinunter zum Frühstück. Ein ganz tolles Frühstücksbuffet war dort aufgebaut, bei dem es wirklich an nichts fehlte. Und ich stand wieder mal vor dem Süßkram und erinnerte mich an das letzte Mal. Also ich das zweite Mal dort vorbei ging, sagte ich mir nur: „Ach, scheiss drauf.. “ Also nahm ich einen kleinen Pfannkuchen mit Puddingfüllung und ein Croissant mit Marmeladenfüllung. Mehr aber auch nicht. Meine Willensstärke ist manchmal so stark, wie die Körperspannung eines Neugeborenen. 😀
Voll genährt und gut hydriert, ging ich wieder auf mein Zimner ubd holte meine 7 Sachen. Noch fix das Zimmer bezahlt und dann ging es so gegen 7.40 Uhr los zur Meranerhütte. Man spürte schon, dass es wärmer wurde, obwohl der Himmel relativ bewölkt war. Das sollte mir heute auch recht sein, da es auch längere Passagen ohne Schatten gab. Die ersten 200m von der Unterkunft zum steilen Einstieg war geschmeidiges Warm up, bis dann die 30% Steigung direkt kam. Der Weg war offensichtlich ein alter Pilgerpfad aus kleineren und größeren Steinen, sodass man relativ gut steigen konnte. So ein Weg bei Nässe, da ist man direkt in dem Allerwertesten gekniffen. Da bist du nur am rutschen, ganz gleich ob hoch oder runter. Das war ungefähr noch ein Stück steiler als der Finalweg nach Triest runter, auf der letzten Etappe. Das war echt brutal gleich zu Beginn. Aber, es lief erstaunlich gut. Am Wegweiser war der Pfad mit 1,5h angeschlagen und nach 1h war ich oben. 😀
Ich war direkt durchnässt, aber der schwierigste Part der Etappe war damit direkt erledigt und ich war sofort wieder auf Höhe und die Temperaturen deutlich angenehmer. Nach dem Stück kam ich an einem Haus vorbei, wo eine Quelle für Wanderer zur freien Verfügung stand. Also habe ich direkt meine Filterflasche mit einem Liter geext und neu aufgefüllt. So konnte ich die 3,5 Liter halten für unterwegs, da ich nicht wusste, was an Quellen kommt und wie der Verbrauch sein wird, im weiteren Verlauf. Nach dem Besäufnis offenbarten sich die ersten fantastischen Fernblick auf Bozen hinab, sowie dessen Berge drumherum. Ich will es heute gar nicht versuchen, die Ausblicke in Worte zu fassen. Die Bilder sprechen ihre eigene Sprache.
Dann ging es ein Stück Straße entlang und immer mal mit kleinen steilen Abkürzungen, aber da oben kam so gut wie kein Auto daher. Von daher kein Problem und man konnte gut und zügig Meter machen. Aber die Straßen dort – absolut Topzustand! Die heutige Etappe ging auch stetig nach oben, bis über knapp 2100 hm, die im Anstieg absolviert werden mussten. Der Trail heute war ungefähr so, steiler Anstieg, normaler Anstieg, ebenes Plateau, steiler Anstieg, Plateau, steiler Anstieg, Gipfel, und noch ein Gipfel. So hatte man immer etwas Zeit für aktive Regeneration und man verlor nicht so viel Wasser, weil man nicht durchgängig schwitzte. So konnte man immer wieder diese tollen Ausblicke genießen, die einen emotional schon berührten. Manchmal merkte man dann aber auch, wenn es touristisch wurde und mehr Leute in der Gegend umherhuschten, ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Aber Es War genug Platz für alle da. Nur auf den Stoanerne Mandln waren dann wieder Massen, wo ich dann zügig vorbei bin, nach ein paar Fotos. Auf dem höher gelegenen Kreuzjoch war niemand mehr. Nur dieses Mal massig Kühe und ein paar Pferde. 😀
Langsam merkte ich dann auch die Beine bzw. das die Kräfte weniger wurden. Bei so einer Etappe ganz normal und ich erreichte dann die Meranerhütte nach etwas weniger als 7 Stunden. Der Checkin ging schnell und unkompliziert und ich hab mein Zweierzimmer für mich allein diese Nacht. Da kann ich meinen Rucksack gut ausbreiten und meine Klamotten habe ich auch direkt direkt entpökelt. Bei etwas Wind und Sonnenschein waren die Sachen zum Abendbrot 18.30 Uhr schon wieder trocken und frisch für den Einsatz morgen.
18.30 Uhr gab es lecker eine Gemüsesuppe, Spaghetti Cabonara und einen Kaiserschmarrn als Dessert. Ich war restlos voll. Das ältere deutsche Pärchen am Tisch war auch sehr sympathisch und wir kamen sofort ins Gespräch und wir unterhielten uns natürlich über den Trail, Wandern, klettern und Bandscheibenvorfall. Wer kennt es nicht. 😀 Wir saßen noch recht lang und ich bin dann gegen 20.30 Uhr auf mein Zimmer gegangen, da ich noch packen, Bettfertig machen, Stretching usw. machen musste. Gab wie immer viel zu tun. Ein fantastischer Tag neigt sich dem Ende und ich werde sicher gut schlafen, da ich ordentlich müde bin.























































