Alpenüberquerung
Wien - Nizza

51.Etappe: Sorico – Alpe Brunedo

Diese Nacht habe ich phänomenal geschlafen. Das sagte auch der Fitness Tracker mit einem Wert von 95. Das schaffe ich nicht mal ansatzweise zu Hause. Entsprechend fit fühlte ich mich heute morgen auch. Back to Business würde ich sagen. Ich habe bis 6.45 Uhr geschlafen und bin dann aufgestanden umd habe mich fertig gemacht fürs Frühstück 7.30 Uhr. Es tat nix weh, es pfiff keine Lunge und ich war sehr froh, dass der Erholungstag seine Wirkung voll entfalten konnte.

Ich ging mit guter Laune zum pünktlich zum Frühstück und stärke mich entsprechend. Ich war der erste und hatte entsprechend meine Ruhe. So gefällt mir das. Ich nutzte noch die Zeit während des Essens, um bürokratische Dinge noch zu erledigen, wie Umsatzsteuervoranmeldung und Krankenkassenbeitrag anpassen, für den nächsten Zahlungsturnus. Man gibt doch gerne viel Geld aus, um ansatzweise keinen Service und Leistungen zu erhalten. Bei der IKK classic hatte ich vor mehr als 3 Monaten eine Email schrieben und da auch endlich mal eine Antwort erhalten. Aber zahlt man den Beitrag nur ein Tag zu spät, darf man sofort fast 10 Euro Säumniszuschlag zahlen. Service-Wüste Deutschland sag ich nur.

Das Kapitel war zum Glück schnell abgehakt und ich konnte ich mich wieder der heutigen Etappe widmen. Nach dem Frühstück ging ich auf mein Zimmer, holte meine Sachen, bezahlte das Zimmer und gegen 8.45 Uhr rum ging es los. Zu Beginn ging es knapp 10 km am Comersee entlang bis ich dann ab Gravedona steil Richtung Alpe Brunedo ansteigen musste. Der Weg am See war ganz ok. Zwar viele Leute, aber es ging eine Brise Wind und es war nicht so heiss. Dennoch hing der Dunst überall in den Bergen, sodass man kaum Fernblick hatte. Das war echt schade.

Kurz vor dem Aufstieg trank ich nochmal gut einen Liter Wasser an einer Quelle und meinen „Fanta-Tee“. 🙈 Die Wege waren überwiegend sehr gut gehbar und ich ging gut durch den Anstieg. Keine Müdigkeitserscheinungen. Nach dem Anstieg ging es nur noch ganz leicht nach oben zur Alpe. Die ersten größeren Quellwolken zogen auch bereits in den Himmel und die Zeichen standen schon deutlich auf Regen und mehr. Aber ich lag gut in der Zeit, trotz der eingelegten Pausen. Wenn man nicht total im Eimer ist, machts gleich ganz anders und mehr Spaß. Darüber war ich heute sehr froh. Die Etappe an sich war auch nicht so übermäßig lang mit knapp 20 Kilometer. Ein guter Einstieg nach gestern auf jeden Fall.

An der Alpe Brundeo angekommen, wurde ich freundlich von den Leuten und den Hunden begrüßt. Heute stand wieder Lagerübernachtung an. 4 Doppelstockbetten im Zimmer, aber nicht alle besetzt, wie es aussah. Ich ging erst einmal duschen, nach der „Schweißdusche“ vorher. Das tat sehr gut und ich wusch dann auch gleich meine Klamotten, damit die morgen früh wieder einsatzbereit sind. Hier oben war bspw. kein Handyempfang, aber glücklicherweise WLAN dank Starlink. Als ich mit der Ankommroutine fertig war, ging ich runter und aß etwas. Solide Pasta Bolognese geht immer. Ich unterhielt mich dann auch eine Weile dort mit einem Mitarbeiter auf englisch. Das war cool und erzählte mir bisschen was von hier. Nach dem Essen nahm ich auf dem Campingstuhl Platz und döste eine Weile vor mich hin und genoss das Leben und den Ausblick vorallem. Grandios von der Hütte aus.

Allmählich zog es auch immet mehr zu und es donnerte auch in der Ferne und es schoben sich die Regenwolken an den Bergen vorbei. Ich ging rein auf mein Bett und erledigte gleich das Massage- und Stretchingprogramm. Ich snackte noch paar Haribos und beobachte die Wolken von meinem Bett aus. Ich kann durch ein Fenster neben dem Bett direkt in den Berg gucken. Absolut herrlich. Als der Regenschauer durch gezogen ist, ging ich wieder raus und streifte durch die Gegend und um die Gebäude, um zu schauen, was hier so ist. Ich quatschte dann noch einmal mit Russlan (er heißt tatsächlich so!) und wir quasselten über verschiedene Themen. Anschließend bekamen die Hunde meine volle Aufmerksamkeit. 😄

19.30 Uhr gab es dann lecker Abendbrot mit typisch regionalen Gerichten, nebst Salat, Pasta usw. Es war echt lecker uns sättigen. Jedoch wurde aus 19.30 Uhr angedacht zu 20.00 Uhr ging ew los. Hoffentlich wird das nicht zum Problem beim einschlafen. Bis dahin nutzte ich noch die Zeit zum Beitrag schreiben und Sonne genießen. Ein absolut herrlicher Ort zum Entspannen, muss man so sagen. Ich schaute mir dann die nächsten Etappen noch an und machte entsprechende Pläne und checkte Wetterberichte, ob ich wieder rennen muss oder ob ich gemütlich tippeln kann. Morgen ist es wieder etwas mehr zu gehen, doch ich fühle mich gut und bereit für morgen. Bisher sieht es auch wettertechnisch gut für morgen aus, wenn es wieder in die Schweiz geht zur Alp Cottino, knapp hinter der italienischen Grenze.

Ob dort Internet, WLAN oder ähnliches ist, weiß ich leider nicht. Daher kann es passieren, dass es morgen kein Lebenszeichen per Internet von mir gibt. Also nicht wundern, wenn es keinen Beitrag gibt. Der wird dann natürlich nachgereicht, wenn ich den Tag darauf in Lugano ankomme. Das ist Internet bzw. WLAN.