Gemütlich ausschlafen bis 6.30 Uhr war heute Devise. Kein Packen, kein Roimen, keine Regensachen. Einfach entspannen! Die verlief sehr angenehm und ich habe gemerkt, dass so ein kleines Päuschen auch ganz gut tut. Quasi Urlaub vom Urlaub. 😀 Nach dem Aufwachen noch ein wenig hin und her gerollt (nicht nur ein bissl), wie so ein Broiler auf dem Spieße, bis ich mich dann endlich erhoben und Richtung Bad geschoben habe.
Für den regelmäßig geneigten Leser möchte ich gern eine Variable in meinem Blog einführen, um nicht immer dasselbe Morgenritual beschreiben zu müssen.
N81: Die Nacht verlief sehr angenehm und ich habe hervorragend geschlafen bis/gegen ca. 6:00 Uhr. Anschließend ins Bad und danach angefangen mein Zeug zu packen und Klamotten bereit zu legen für den Abmarsch. Danach geht es zum Frühstück oder selber Frühstück zubereitet. Sonst keine besonderen Vorkommnisse weiter. 😀
Es wartete ein gewöhnliches Frühstücksbuffet auf mich, sodass ich satt wurde und ohne Probleme über den Mittag komme. Danach erstmal auf mein Zimmer zurück und wieder aufs Neste gefletzt. Was Stand heute so auf dem Programm.
Weiteren Tourverlauf organisiert bzw. Unterkünfte gebucht. Da das Wetter noch semi ist, mag ich ehrlich gesagt noch nicht campen. Ich verliere sonst morgens zu viel Zeit mit Trocknen der Ausrüstung usw. Hoffentlich ändert sich das bald und ich kann mal wieder Zelten. Das hatte letztes Mal schon Spaß gemacht. 😀 Hütten und Gasthöfe sind die nächsten Ziele, bis zum nächsten größeren Stadttag.
Wenn ich eh schon am Handy gehangen habe, habe ich noch ein paar Nachrichten beantwortet und nötige Emails geschrieben. Als Solo-Selbstständiger kann man nicht komplett aussteigen, sondern muss schon hier und da etwas machen. Ich hatte auch einen ganz tollen Erfahrungsaustausch mit meinem Onkel, der gerade den Abschnitt des Jakobsweges in der Schweiz beendet hat. Seine Tour habe ich auch jeden Tag mit Spannung im Blog verfolgt, unterlegt mit herrlichen Bildern.
Nach der Online-Zeit hieß es dann Material-Check. Ist alles noch ganz, bspw. Hosennähte? Ist alles gut am Trocknen? Tatsächlich hatten sich gestern die Schuhe tüchtig voll gesaugt und waren noch ziemlich klamm. Im Tagesverlauf musste der Föhn immer mal mit herangezogen werden, damit die Schuhe morgen wirklich richtig trocken sind. Passend, dass heute Ruhetag war. Und wie sah es bei den Füßen aus? Ein paar Blasen noch behandelt, aber insgesamt heilt alles vor sich hin. Hoffentlich verhornt das zügig und gibt dann Ruhe.
Natürlich wollte ich mir noch den Ort ansehen und nochmal clever Proviant kaufen gehen. 😉 Wettertechnisch verlief der Tag bisher entgegen aller Erwartungen. Es war viel Regen angesagt, aber bis zum Nachmittag kam nix, bis ich aus meiner Buchte kam. Der Weg führte mich Richtung Erzberg, der eher wie Mordor aussah. Echt beeindruckend, wie der Mensch einen ganzen Berg “umgestalten” kann. Dann zog es sich etwas zu und ein paar Tropfen kamen mir entgegen. Zum Glück hatte ich meinen Schirm mit. Also alles kein Problem. Auf dem Rückweg dann zum Billa Proviant einkaufen. Ich dachte, dass es dann mit regnen beginnt auf dem Rückweg, aber ich hatte Glück. Es zog seitlich südöstlich ab und die Sonne kam wieder. Fix die Einkaufstüte in der Unterkunft abgestellt und wieder raus in den Ort. Der Weg führte mich dann auf den Anreiseweg zurück und man hat endlich mal sehen können, was gestern von den Wolken verborgen wurde. An sich ist Eisenerz ein kleines, beschauliches Städtchen mit viel Tradition und Geschichte. Ich als Kulturbanause interessiere mich dafür leider weniger. Mir genügen die schönen Augenblicke und Fernsichten in diesem Moment, die mich glücklich machen. Was da vor 200 Jahren war, ist mir ehrlich gesagt Wurst. 😀
Ich suchte mir dann eine schöne Sitzbank am Fluss und begann meinen Blogbeitrag zu schreiben. Dann kamen wirklich die Regenwolken über den Berg und es begann dann so 17.30 Uhr leicht zu regnen. Nicht so heftig wie gestern. Ich bin derweil fix zur Unterkunft getippelt, um nicht nass zu werden.
Dann begann langsam wieder das alte Spiel, welches nicht neu ist. Zusammenpacken und Rucksack einräumen. Duschen, Bart rasieren und Nägel kürzen. Zum Abendbrot gibt es eigentlich fast wieder dasselbe wie gestern, da es mir gut geschmeckt hatte. Wohl genährt lege ich mich dann ins Bett und freue mich auf morgen, dass es weiter geht Richtung Radmer a.d. Stube zu einem Gasthof.


























