Einige werden sich fragen: “ Nanu, was ist denn nun los? Wieso? Weshalb? Warum? Kehrt der Peer jetzt um?
Ohne um den heißen Brei zu reden, bin ich zu dem Entschluss gelangt, in Lugano für dieses Jahr den Trail erst einmal zu pausieren und später das Stück von Lugano nach Nizza zu beenden. So auf den letzten Etappen hatte ich für mich gemerkt, dass mir so der Spirit fehlte, im Vergleich zu den Wochen vorher. Die Jugend würde sagen: „Ich hab’s nicht gefühlt“ 😀 Bedeutet also, ich bin für mich genug laufen und es genügt. Es soll ja Spaß und Genuss bringen und wenn das nicht mehr überwiegend gegeben ist, mache ich halt später weiter, wenn der Wanderappetit wieder größer ist. Da ich niemandem etwas beweisen oder mich für diesen Entschluss rechtfertigen muss, kann ich damit absolut in Frieden leben. Das gibt mir auch die Chance im August bei einigen Events dabei zu sein, wo man im Vorfeld schon etwas traurig war, dass man nicht dabei gewesen wäre.
Rückblickend betrachtet waren das knapp 1100 km Laufstrecke (knapp 2/3 der Gesamtstrecke) was ca. einmal München-Venedig hin und zurück ist. Höhenmetertechnisch waren es jeweils bisher 53.700 hoch und runter bei einer Gesamtgehzeit von knapp 290 Stunden. Der Exkurs zu den Gipfelstürmern ist hier natürlich nicht mit eingerechnet. Gewichtsverlust knapp 7 kg in der Zeit.
Damit geht dann die Planung für nächstes Jahr bereits los, wenn es dann von Lugano nach Nizza geht. Eventuell kann man darüber nachdenken, dass man vielleicht den komplett GTA macht. Normalerweisle würde man ab Etappe 12 erst einsteigen. Aber erst einmal ankommen, wirken lassen, verarbeiten und realisieren. Von daher stürze ich mich nicht sofort wieder in den Alltag, sondern reflektiere noch einige Pläne, die ich während meiner Wanderung hatte.
Der Vorteil ist, dass man mit Lugano eine gute und schnelle Erreichbarkeit hat durch die Bahnanbindung. Mein aktueller Rückweg von Lugano – Zürich – Stuttgart – Leipzig dauert ca. 10:39 h, wenn nix anbrennt. Ich bin heute mit ein paar Minuten Verspätung 8.30 Uhr in Lugano gestartet und der Euro City kam dennoch fast pünktlich in Zürich an. 6 Minuten wieder rausgeholt. Das war gut und wichtig, da ich nur 10 Minuten Umsteigezeit dort hatte. Ich ging dann nach der Ankunft straffen Schrittes zum anderen Gleis und nahm meinen Platz ein zur Weiterfahrt nach Stuttgart mit dem IC. Hier ging es auch pünktlich los. Bei den Schweizern läuft der Bahnbetrieb doch etwas souveräner als bei uns. Daher bin ich fast froh, dass ich einen längeren Aufenthalt in Stuttgart hatte, bevor es dann mit dem letzten Umstieg direkt nach Leipzig ging. Mit ca. 5 Minuten Verspätung ging das Abenteuer in Stuttgart los.
Am Ende summierte es sich auf fast 20 Minuten als wir in Leipzig ankamen. Man ist ja mittlerweile schon froh, wenn man überhaupt ankommt. Das ist der Unterschied zwischen zwischen DB und SBB. Die SBB holt +6 wieder raus während DB nochmal gern bissl was drauf packt. Die Vorgängerverbindung, die 2h eher fuhr, war am Ende +55 Minuten. Da war ich mit meinen zarten 20 noch gut bedient. Danach ging es per Straßenbahn dann Richtung Grünau. Spontan machte ich auf dem Heimweg noch einen kleinen Abstecher am Kulkwitzer See, speziell auf den Berg, noch einen kleinen Abstecher. Dann war ich bei meinen Eltern angekommen, wo es am 01.06.2026 los ging. Es gab viel zu quasseln, lecker zu essen und dann ein schönes Bettchen zum schlafen. Nach insgesamt 12 Stunden Reisezeit war ich dann auch echt platt und müde. Daher war die Freude aufs Bett groß.
Nun, damit ist das Kapitel für dieses Jahr nun erst einmal geschlossen. Ich möchte euch gern danken, dass ihr so eifrig meinen Blog gelesen habt und teilweise mit privaten Nachrichten reagiert. Damit hat der Blog nicht nur mit zur Selbstreflexion geholfen, sondern euch Leser auch gut unterhalten. Danke! Danke! Danke! 😀